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Presseberichte 2015 − 2011

pressefoto grüne hopser

06.11.2015 General-Anzeiger
„Grünen Hopsern“ fehlt der Nachwuchs

Nur noch vier Kinder gehören zur Umweltinitiative „Die Grünen Hopser“. Früher waren es 30. Der Rückgang wird langsam bedrohlich. Vor allem wegen eines Projektes, ist die Gruppe überregional bekannt. Aber auch da gibt es Schwund.

Rhauderfehn - - Die in Westoverledingen gegründete und mittlerweile in Rhauderfehn ansässige Umweltinitiative „Die grünen Hopser“ sorgt sich um ihren Fortbestand. Ende der 90er Jahre engagierten sich in der Gruppe noch mehr als 30 Kinder und Jugendliche. Heute sind es nur noch vier. Unterstützt werden sie bei der Betreuung des Naturlehrpfades in Ihren, der Arbeit auf der Igelstation und dem Sammeln von Flaschenkorken von neun Erwachsenen. „Uns fehlt einfach der Nachwuchs“, sagt Initiativensprecher Horst-Dieter Rond, der unter anderem dem Ganztagsschulbetrieb eine Mitschuld an der Misere gibt. „Die Kinder haben ja kaum noch Zeit für außerschulische Dinge.“ Dabei haben „Die grünen Hopser“ weit über die Grenzen Ostfrieslands hinaus einen respektablen Ruf. Sie erhielten vor einigen Jahren sogar einen mit 15 000 Mark dotierten Umweltpreis einer Stiftung mit Sitz in Süddeutschland. Beeindruckt hatte die Juroren unter anderem das Korkensammel-Projekt der „Grünen Hopser“. „Anfangs“, erinnert sich Horst-Dieter Rond noch genau, „haben uns wegen der Korkenaktion alle belächelt.“ Heute lache niemand mehr darüber, denn die Initiative habe von 1998 bis heute immerhin 26 Tonnen Korken gesammelt. Aussortiert werden müssen auch unzählige Plastikkorken, die immer häufiger von Weinherstellern statt der Naturkorken als Flaschenverschlüsse verwendet werden. Die Plastikstöpsel und Schraubverschlüsse sind laut Horst-Dieter Rond auch mitverantwortlich dafür, dass die Naturkorken-Sammelausbeute mittlerweile deutlich geringer ausfällt. Rond: „Sonst haben wir zweimal im Jahr jeweils eine Tonne gesammelt. Heute sind wir froh, wenn wir in zwei Jahren wenigstens eine Tonne bekommen. Das ist ein Rückgang von 50 Prozent.“

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20.06.2015 Sonntagsreport
Wo die grüne Lunge frei atmet

Auf dem Naturlehrpfad in Ihren ist die Welt noch in Ordnung. Horst-Dieter Rond, Katja Timme und Armin Brinkmann (von links) investieren in den Naturlehrpfad viel Zeit und Herzblut. Fotos: Antje Jansen

Ihren - Umgeben von jeder Menge Pflanzen in kleinen Töpfen hockt Katja Timme inmitten einer grünen Oase am Patersweg Nord in Ihren. Eine nach der anderen pflanzt die gelernte Gärtnerin mit Hilfe ihrer kleinen Schaufel in ein riesiges Blumenbeet. Schon bald wird dort alles bunt blühen und eine beliebte Anlaufstelle für Bienen sein. 25 Jahre lang war auf dem rund 6.700 Quadratmeter großen Areal, das an zahlreiche Privatgrundstücke mit Einfamilienhäusern grenzt, nichts gemacht worden. Bis die Umweltgruppe „Die grünen Hopser“ darauf aufmerksam wurde, es erwarb und dort bis heute viel Zeit investiert. „Seit 1998 haben wir in unseren Naturlehrpfad zirka 70.000 Euro gesteckt“, sagt Horst-Dieter Rond, Vorsitzender des Vereins, auf SR-Nachfrage. „Sponsoren und Fördergelder haben dieses Projekt möglich gemacht. Ohne sie wäre der Naturlehrpfad nicht das, was er heute ist.“ Gestaltet wurde er nicht nur von Erwachsenen. Auch Schulklassen haben schon Hand angelegt, gebastelt und gepflanzt. Demnächst können die Kinder und Jugendlichen der Schule am Patersweg ihre gepflanzten Kartoffeln ernten. Nicht nur Pflanzen fühlen sich wohl auf dem Areal des Naturlehrpfads. Verschiedene Bäume, Büsche, Gräser, Blühpflanzen und Ziergehölze bieten allerlei Tierarten den perfekten Lebensraum. „Hier finden sich sämtliche Vogel und Insektenarten, Eidechsen, Salamander, Schleiereulen, Fledermäuse, Igel, Bienen und vieles mehr“, zählt Horst-Dieter Rond auf. In den Bäumen hängen zahlreiche Nistkästen, am Boden gibt es eigens zum Übernachten und Nisten gebaute Mauern und Höhlen, Laub- und Gehölzecken für Igel und andere Lebewesen und vieles mehr. Auch ein Naturteich wurde angelegt − mit Ton statt Folie. 300 Quadratmeter ist er groß. Frösche, Molche und Co. fühlen sich dort offensichtlich pudelwohl. Fische waren eigentlich nicht vorgesehen, doch: „Irgendjemand muss uns die Goldfische hier hinein gesetzt haben. Die waren wohl irgendwo übrig“, schmunzelt Rond und zeigt auf einen der orangeroten Flitzer, der soeben im Uferbereich seine Runden dreht. Ein Bachlauf, dessen Pumpe mit Solarenergie betrieben wird, sorgt für genügend Sauerstoff im Wasser. Doch es gibt auch Schattenseiten in der Idylle: „Uns werden über Nacht oft Dinge gestohlen, da sich das Gelände nicht komplett abriegeln lässt“, bedauert der Vorsitzende. Es gehe sogar so weit, dass besondere − und teure − Pflanzen ausgegraben und mitgenommen würden. „Das ist für uns natürlich sehr ärgerlich und muss nun wirklich nicht sein.“ Wer sich selber ein Bild von der Schönheit der Natur am Patersweg Nord machen möchte, kann sich bei Horst- Dieter Rond melden. Auf Wunsch werden auch gerne für Schulen und Kindergärten Führungen angeboten. Der Vorsitzende der „Grünen Hopser“ ist unter der Telefonnummer 04952-894358 erreichbar. www.gruene-hopser.de

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28.03.2015 Sonntagsreport
Wenn Kröten Hochzeit feiern.In wenigen Tagen starten die Kröten zu ihrer jährlichen Wanderung

Frauenpower: Das kräftige Weibchen trägt das kleinere Männchen auf dem Rücken. Foto: Antje Jansen

Westoverledingen - Liebe macht blind. Kröte, Frosch und Molch haben auf ihrer Hochzeitsreise kein Auge für den Straßenverkehr. Wenn die Temperaturen steigen und der erste laue Frühjahrsregen fällt, dann drängt es sie aus dem Winterquartier unter der Erde ins nächste Gewässer zum Ablaichen. Ein mitunter tödliches Unterfangen. Doch zum Glück gibt es Menschen wie Horst-Dieter Rond und seine Kollegen von der Westoverledinger Umwelt- und Naturschutzgruppe „Die grünen Hopser“, die regelmäßig im Frühjahr Schutzzäune aufstellen, damit die Amphibien auf ihrer Wanderung über die Straßen nicht unter die Räder kommen. Torben Wempen holt mit dem großen Hammer zum Schlag aus. Mutig hält Lasse Lewin den Holzpfahl fest, der ein gutes Stück in den Boden getrieben werden muss. Als er fertig ist, rollt Sina Saathoff von einer großen Rolle ein Stück Krötenzaun ab, das schnell mit einem Tacker am Pfahl befestigt wird. „Sitzt“, sagt Wempen und platziert wenige Meter weiter den nächsten Holzpflock. Die Drei absolvieren ihren Bundesfreiwilligendienst beim Naturschutzamt und hatten vorher noch nie mit Krötenzäunen zu tun. „Ich habe noch nie welche aufgestellt“, sagt Wempen. Doch dafür macht er seine Arbeit am Kiefernweg in Westoverledingen am Mittwoch offensichtlich gut. „Es ist wichtig, dass der Zaun ein Stück in den Boden eingegraben wird“, erklärt Horst-Dieter Rond. „So können die Kröten nicht darunter hindurch schlüpfen.“ Schließlich soll der Zaun verliebte Kröten, Frösche und Molche auf ihrer Hochzeitsreise ausbremsen. Auf der Suche nach einem Durchschlupf krabbeln sie an ihm entlang und purzeln irgendwann in einen Plastikeimer. Diese sind alle paar Meter in den Boden eingelassen. Dort endet die Reise erst einmal. Die „Grünen Hopser“ kontrollieren die Eimer täglich. Sie zählen die Amphibien und bringen sie hinüber auf die andere Straßenseite. Für hinein gefallene Mäuse und Käfer wird ein Stück Holz hineingestellt, an dem sie hinaus klettern können. Das Aufstellen der Zäune ist recht aufwändig, Lücken darf es keine geben. Bis er steht und die Eimer eingegraben sind, dauert es mehrere Tage. Der Krötenzaun am Kiefernweg − der längste in Ostfriesland − misst rund 400 Meter. Der Zaun am Brombeerweg ist 150 Meter lang. Insgesamt stellen die drei Buddys zur diesjährigen Krötenwanderung zirka 1,2 Kilometer Zäune auf, denn sie sind auch in Siebenbergen, Weener, Moormerland und Jümme im Einsatz. Wann die Massen zu dem Gewässer aufbrechen, in dem sie einst selbst geboren wurden und in dem sie nun für Nachwuchs sorgen, hängt vom Wetter ab. „Bei Temperaturen um die 15 Grad fühlen sich die Amphibien wohl und treten ihren Weg an“, erklärt Rond. Huckepack geht es auf Hochzeitsreise. Dann trägt das kräftige Weibchen das kleinere Männchen auf dem Rücken und folgt seinem Instinkt. Rond: „Das Überqueren der Straßen bedeutet eine tödliche Gefahr für die Tiere.“ Zusätzlich zu den Amphibien- Schutzzäunen werden an besonders stark frequentierten Stellen Schilder mit der Aufschrift „Vorsicht! Krötenwanderung“ aufgestellt. So werden die Autofahrer gebeten, den Fuß vom Gas zu nehmen und den kriechenden Viechern auf der Straße auszuweichen. Wer es ernst meint mit dem Naturschutz, wird diese Kröte sicher schlucken. Trotz der Vorsichtsmaßnahmen sei die Zahl der Kröten während der vergangenen Jahre deutlich zurückgegangen, berichtet Rond. „Zu Beginn haben wir mehr als 900 gezählt. Im vergangenen Jahr waren es nur rund 200.“ Diese Entwicklung sei vermutlich auf die allgemeine Umweltbelastung zurückzuführen. Nach Aussage Ronds belasten Gülle, Insektizide und andere Chemikalien die Gewässer. Hinzu komme, dass nur etwa 20 Prozent der Kröten bis zur Geschlechtsreife überleben. „Wenn der Bestand weiter so sinkt, brauchen wir bald keine Zäune mehr aufzustellen“, sagt Rond traurig. Bleibt zu hoffen, dass in diesem Jahr viele von ihnen durchkommen. Je mehr es sind, desto größer wird die Freude der Naturschützer im nächsten Jahr sein.

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21.03.2015 General-Anzeiger
Zäune sollen Kröten schützen

Die Arbeiten können beginnen: Horst-Dieter Rond (links) stellt gemeinsam mit den Bundesfreiwilligendienstlern Lasse Lewin und Sina Saathoff vom Landkreis Leer den Krötenschutzzaun am Kiefernweg in Flachsmeer auf. Bild: Zein

Flachsmeer - Viele Kröten machen sich bald wieder auf den Weg zu ihren Laichplätzen. Auf dem Weg dorthin laufen sie Gefahr, von Fahrzeugen überrollt zu werden. Zum Schutz werden zurzeit unter anderem auch in Flachsmeer Schutzzäune errichtet − und das geht schneller als sonst. Mit steigenden Temperaturen machen sich Kröten nach der Winterstarre auf den Weg von ihren Überwinterungsquartieren zu den Laichplätzen, um dort für Nachwuchs zu sorgen. Um sie vor dem Verkehrstod zu schützen, hat Horst-Dieter Rond, Vorsitzender des Westoverledinger Umweltverbandes „Die grünen Hopser“, am Donnerstag damit begonnen, gemeinsam mit Mitarbeitern des Landkreises Leer am Kiefernweg in Flachsmeer Schutzzäune zu errichten. „Dadurch werden die Amphibien daran gehindert, die Straße zu überqueren“, so Rond. In diesem Jahr könnten die Zäune dabei durch ein spezielles Verfahren schneller als sonst aufgestellt werden, sagte der 61-Jährige. Seit zwei Wochen errichtet der Landkreis Leer an insgesamt sechs Standorten Schutzzäune, an denen viele Kröten unterwegs sind. Der Umweltverband „Die grünen Hopser“ aus Westoverledingen hilft dem Landkreis Leer beim Aufstellen.

An folgenden Standorten stellt der Landkreis Leer Krötenzäune auf:
1.) Leer-Logabirum, Siebenberger Straße (Tiere pro Jahr im Durchschnitt: 198)
2.) Westoverledingen-Ihrenerfeld, Brombeerweg (Tiere pro Jahr im Durchschnitt: 382)
3.) Westoverledingen-Flachsmeer, Kiefernweg (Tiere pro Jahr im Durchschnitt: 874)
4.) Jümme-Barge, Barger Straße (Tiere pro Jahr im Durchschnitt: 283)
5.) Weener-Stapelmoorerheide, Schulweg (Tiere pro Jahr im Durchschnitt: 575)
6.) Moormerland, Altebeek (Tiere pro Jahr im Durchschnitt: 287)

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12.09.2014 General-Anzeiger
„Am nächsten Tag wäre der Bagger gekommen“ - von Julian Hoffmann

Der Vorsitzende der Westoverledinger Umweltgruppe „Die grünen Hopser“ schätzt, dass er schon rund 200 der stacheligen Tiere vor dem Tod bewahrt hat.

Westrhauderfehn - Am vergangenen Wochenende war es mal wieder so weit: Bei Horst-Dieter Rond, Vorsitzender der Westoverledinger Umweltgruppe „Die grünen Hopser“, klingelte das Telefon. Eine Familie aus Ostrhauderfehn hatte am Vortag in ihrem Garten Tannen gefällt, als die siebenjährige Celina Veenhuis an einem Baumstamm einen Igel entdeckte. Bei genauerem Hinsehen fand die Familie in einem Loch im Boden weitere Jungtiere. Um die Igel zu schützen, verständigte sie Rond. Der Westrhauderfehner holte die Tiere aus ihrer Behausung. Der Nachwuchs sei ein oder zwei Tage alt gewesen, schätzt Rond. „Am nächsten Tag wäre der Bagger gekommen“, berichtet er. Nur knapp sind die Igel also möglichen Verletzungen oder gar dem Tod entkommen. Rond hat sie mit zu sich nach Hause genommen und untersucht. Inzwischen habe er sie allerdings wieder ausgesetzt, schaue aber jeden Abend noch einmal nach ihnen. Horst-Dieter Rond hat schon viele Igel gerettet. In insgesamt rund zehn Jahren waren es nach seinen Angaben etwa 200 Tiere. Mit seiner Umweltgruppe hat er eine Auffangstation eingerichtet. Hierher bringt er Igel, die in Gärten oder auf Straßen gefunden werden. Einige Tiere seien verletzt: Sie seien beispielsweise in Ratten- oder Mausefallen geraten oder Vögel hätten ihnen die Augen ausgehackt. „Das ist manchmal wirklich traurig“, berichtet Rond. Teilweise müssten die Igel auch eingeschläfert werden. Die Igel, denen er noch helfen kann, füttert Rond mit einem speziellen Milchpulver, entwöhnt sie dann wieder von Menschen in Kaninchenställen und einem Freigehege und versucht schließlich, sie in der Natur aus zuwildern. So wie auch die Igel aus Ostrhauderfehn.

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23.03.2014 SonntagsReport
Die Kröten stehen in den Startlöchern für ihre jährliche Wanderung - Von Antje Jansen

Westoverledingen - Liebe macht blind. Kröte, Frosch und Molch haben auf ihrer Hochzeitreise kein Auge für den Straßenverkehr. Wenn die Temperaturen steigen und der erste laue Frühjahrsregen fällt, drängt es sie aus dem Winterquartier unter der Erde ins nächste Gewässer zum Ablaichen. Ein mitunter tödliches Unterfangen, gäbe es nicht - wie in Westoverledingen - Menschen, die jedes Jahr im Frühjahr dafür sorgen, dass die Amphibien während ihrer Wanderung auf den Straßen nicht unter die Räder kommen. Vorsichtig blickt Horst-Dieter Rond in einen schwarzen Eimer, der am Straßenrand eingegraben wurde. "Nichts drin", sagt er und geht an dem grünen, etwa einen halben Meter hohen Zaun entlang bis zum nächsten Eimer. "Da auch nicht. Ist wohl doch noch ein bisschen zu früh. Obwohl gestern schon einige Kröten darin saßen." Horst-Dieter Rond ist Vorsitzender der "Grünen Hopser", einer Umwelt- und Naturschutzgruppe aus Westoverledingen. Ihre Mitglieder schwärmen jedes Jahr aus, um Kröten und Frösche unversehrt an ihr Ziel zu bringen: das Gewässer, in dem sie für Nachwuchs sorgen und in dem sie einst selbst geboren wurden. Während sich die Krötenwanderung im vergangenen Jahr wegen des kalten Wetters verzögerte, wird die große Reise in diesem Jahr vermutlich etwas früher stattfinden. "Bei Temperaturen um die 15 Grad fühlen sich die Amphibien wohl und treten ihren Weg an", erklärt Rond. Huckepack geht es auf Hochzeitsreise. Dann trägt das kräftige Weibchen das kleinere Männchen auf dem Rücken und folgt seinem Instinkt. "Dabei müssen sie auch Straßen überqueren. Das bedeutet eine tödliche Gefahr für die Tiere." Deshalb werden jedes Jahr an besonders gefährdeten Stellen Amphibien- Schutzzäune, auch Krötenzäune genannt, aufgestellt. Überall dort, wo Schilder mit der Aufschrift "Vorsicht! Krötenwanderung" stehen, werden Autofahrer gebeten, den Fuß vom Gas zu nehmen, besonders langsam und umsichtig zu fahren und den kriechenden Viechern auf der Straße auszuweichen. Wer es als Autofahrer ernst meint mit dem Naturschutz, wird diese Kröte sicher schlucken. Die "Grünen Hopser" stellen diese Krötenzäune in jedem Frühjahr in Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde des Landkreises Leer am Brombeerweg und Kiefernweg in Westoverledingen auf. Da an den Kiefernweg gleich zwei Gewässer grenzen, werden dort an beiden Straßenseiten Zäune errichtet. Dahinter werden in kurzen Abständen Eimer in den Boden eingegraben. Sind Kröten und Frösche nun unterwegs, bremst der Zaun sie aus. Sie krabbeln an ihm entlang auf der Suche nach einem Durchschlupf und purzeln irgendwann in einen Plastikeimer. Da ist die Hochzeitsreise erst einmal beendet. Täglich schauen die "Grünen Hopser" in die Eimer. Sie zählen die Amphibien und bringen sie hinüber auf die andere Straßenseite. Für in die Eimer gefallene Mäuse oder Käfer wird ein Stück Holz hineingestellt, an dem sie hinaus klettern können. Das Aufstellen der Zäune ist recht aufwändig, Lücken darf es keine geben. Bis er steht und die Eimer eingegraben sind, dauert es mehrere Tage. "Der Krötenzaun am Kiefernweg ist mit seinen 300 Metern der längste in Ostfriesland", merkt Horst-Dieter Rond stolz an. Trotz der Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz der Kröten sei die Zahl während der vergangenen Jahre deutlich zurückgegangen, berichtet er. "Zu Beginn haben wir am Brombeerweg 987 Amphibien gezählt. Im vergangenen Jahr waren es noch knapp 100." Es liege die Vermutung nahe, dass dies an der allgemeinen Umweltbelastung liege. Allerdings gebe es auch natürliche Risikofaktoren: "Nur etwa 20 Prozent der Kröten überleben bis zur Geschlechtsreife." Zwischen vier und sechs Wochen dauert die Krötenwanderung, zu der aufgrund der milden Temperaturen bereits jetzt die ersten Amphibien aufgebrochen sind. Je mehr von ihnen überleben, desto größer wird die Freude der Naturschützer im nächsten Jahr sein.

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10.03.2014 General-Anzeiger
Am längsten Krötenzaun Ostfrieslands - von Günter Radtke

Interview Natur- und Umweltaktivisten "Grüne Hopser" stellen ihn in Westoverledingen auf - Gruppensprecher Horst-Dieter Rond erklärt, warum die Barrieren am Kiefernweg und Brombeerweg jedes Jahr aufs Neue errichtet werden.

General-Anzeiger: Herr Rond, die Grünen Hopser in Westoverledingen haben angekündigt, sie würden demnächst wieder Krötenzäune aufstellen. Wo sollen die Zäune hin? Und warum stellen Sie sie auf?
Horst-Dieter Rond: Aufgestellt werden die Zäune am Brombeerweg und am Kiefernweg in Westoverledingen. Die Krötenzäune werden errichtet, damit die Kröten - lateinischer Name "Bufo Bufo" - ungehindert über die Straße kommen können und nicht von Fahrzeugen überfahren werden.
GA: Wie hoch und wie lang ist der Zaun?
Rond: Die Krötenzäune am Kiefernweg haben eine Gesamtlänge von ca. 350 Metern. Es ist insgesamt der längste Krötenzaun in Ostfriesland. Am Brombeerweg sind es weitere rund 100 Meter. Die Höhe des Kunststoff-Krötenzaunes beträgt rund 50 Zentimeter.
GA: Mit wie vielen Leuten werden sie im Einsatz sein? Wer hilft Ihnen?
Rond: Die Zäune werden von zwei Mitarbeitern des Landkreises Leer und mir aufgestellt. Bei den Mitarbeitern des Landkreises handelt es sich in der Regel um Praktikanten der Behörde. Da unsere ehrenamtlichen Mitglieder heute fast alle berufstätig sind, bin nur noch ich für diese Aufgabe übrig geblieben.
GA: Wie lange wird das Aufstellen der Zäune dauern?
Rond: Das Aufstellen der ganzen Zäune wird etwa zweieinhalb Tage in Anspruch nehmen.
GA: Was müssen sie tun, wenn die Zäune aufgestellt sind?
Rond: Nach dem Aufstellen werden Wassereimer in der Erde versenkt, damit die "Bufos" entlang der Zäune in die Eimer fallen. Da auch Käfer in den Eimern landen, werden diese jeweils mit einem Stock versehen, damit die Käfer wieder rauskrabbeln können. Täglich werden die Kröten, Frösche und auch Molche aus den Eimern genommen, gezählt und auf der anderen Straßenseite hinter dem Zaun, wieder ausgesetzt. Wir hatten schon mal 1800 Stück, zuletzt aber nur noch 500. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass es zwecklos ist, Kröten oder Frösche aus den Eimern zu entnehmen, um sie dann zu Hause im eigenen Teich auszusetzen, weil die Amphibien sofort wieder abwandern würden. Außerdem wäre solch eine Frösche- oder Krötenmitnahme strafbar.
GA: Und wie finden die Kröten die Sache mit den Eimern?
Rond: Die Kröten werden das Ganze nicht gut finden, weil sie ja Umwege in Kauf nehmen müssen. Ihr Instinkt sagt ihnen, dass Sie geradeaus wandern müssen. Sie kennen aber ja die Gefahren im Straßenverkehr nicht.
GA: Wann werden die Zäune wieder abgebaut?
Rond: Wann die Zäune wieder abgebaut werden, hängt von den Außentemperaturen ab. Kommen wieder Nachtfröste, wird die Wanderung abgebrochen. Anhand der Zählungen sehen wir auch, ob noch Tiere unterwegs sind. Es gibt auch Nachzügler. Sind keine Kröten mehr in den Eimern, wird ungefähr noch eine Woche abgewartet, ehe der Abbau des Zaunes beginnt.

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14.12.2013 General-Anzeiger
Raiffeisenbank Flachsmeer verteilt 23 600 Euro - Von Elke Wieking

Flachsmeer - Das Geld geht an 32 Gruppen, Vereine und Institutionen aus dem Oberledingerland. Alle erhielten Zuschüsse zwischen 125 und 2000 Euro aus der Gewinnspar-Lotterie. Geld kommt auch aus der Stiftung der Bank. Am Donnerstagabend war es mal wieder so weit: Die Raiffeisenbank Flachsmeer überreichte Vertretern von 32 Gruppen, Vereinen und Institutionen aus dem Oberledingerland Geld. Aus dem Gewinnsparen verteilten der Vorstand Theodor Lübbers und Christoph Hoek insgesamt 23 621,64 Euro. Die Zuwendungen bewegten sich zwischen 125 und 2000 Euro. "Alle Gewinnsparer haben eines gemeinsam: Sie sind besonders hilfsbereit", sagte Theodor Lübbers. Zusätzlich zu den Gewinnen und Sparsummen könnten Reinerträge für gemeinnützige und kulturelle Zwecke eingesetzt werden. Und weil die Raiffeisenbank Flachsmeer noch eine eigenständige Genossenschaftsbank sei, könne sie das Geld verteilen wie sie wolle und an wen sie wolle, hieß es. Insgesamt spende die Raiffeisenbank aber nicht nur den Reinerlös aus dem Gewinnsparen, sondern sie habe in diesem Jahr auch aus ihrer Stiftung 11 500 Euro gespendet. Dazu kämen noch mal Spenden der Flachsmeerer Bank über 12 750 Euro. Zusammen mit dem Geld, das am Donnerstag verteilt wurde, komme an Spenden für gemeinnützige Zwecke im Oberledingerland fast 48 000 Euro zusammen - das seien 19 Prozent mehr als im Jahr zuvor, so Lübbers. 2012 waren es rund 40 000 Euro. Die Bank sei mit dem laufenden Geschäftsjahr "sehr zufrieden", so der Vorstand. Andreas Hannemann, Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Flachsmeer, dankte Lübbers und Hoek. Die Genossenschaftsbank genieße vor Ort großes Vertrauen, betonte der Pastor. Als er sein Amt in Flachsmeer 1992 angetreten habe, habe er sehr schnell gemerkt, dass der Raiffeisenbank nicht nur ihre eigenen Geschäfte, sondern auch die Menschen im Oberledingerland wichtig seien. "Da kriegt er kein Geld für", flachste daraufhin Theodor Lübbers, der sich aber sichtlich über Hannemanns Lob freute.

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11.12.2013 General-Anzeiger
Neuer Teich am Naturlehrpfad in Ihren

Ihren - Am Naturlehrpfad in Ihren, der den "Grünen Hopsern" Westoverledingen gehört, wurde ein neuer Teich angelegt. Die Kosten über 23500 Euro konnten die Umweltschützer aus eigener Kasse und über Spenden finanzieren. Der Teich musste ganz neu angelegt werden, weil im alten kaum noch Wasser war. Der Naturlehrpfad, der zwischen dem Ostfriesland-Wanderweg und dem Patersweg Nord liegt, ist Heimat für viele Pflanzen und Tiere, manche sind auch sehr selten. Es gibt aber auch zum Beispiel ein Insektenhotel, Bienenstöcke, Schutzhütten und viele Informationen. Bilder: Wieking

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10.12.2013 General-Anzeiger
"Igel darf man nicht einfach einsammeln"

Interview Horst-Dieter Rond, Vorsitzender der Umweltgruppe "Grüne Hopser", spricht über das Tier
Wann und warum sollte ich mich überhaupt kümmern? Diese Fragen beantwortet der Rhauderfehner.
GA: Herr Rond, wie viele Igel haben Sie zurzeit zu Hause?
Horst-Dieter Rond: Zwei. Einer ist schon im Winterschlaf, der andere war krank. Eine Frau aus Collinghorst hat ihn gefunden. Er hatte eine Lungenentzündung, einen Lungenparasiten, Fieber und Husten. Da haben wir ihn abgeholt.
GA: Wie geht es dem Tier?
Rond: Der Igel muss noch alle zwei Tage zum Tierarzt, aber es geht ihm schon viel besser. Als wir ihn vor vier Wochen bekamen, wog er gerade mal 200 Gramm, jetzt sind es schon 400.
GA: Wie komme ich zu einem Igel? Einfach einsammeln und bei Ihnen abgeben?
Rond: Nein! Auf keinen Fall! Igel darf man nicht einfach einsammeln, die stehen unter Naturschutz.
GA: Wann sollte ich mich dann um einen Igel kümmern?
Rond: Wenn ich glaube, dass er krank oder zu klein und zu leicht ist, um über den Winter zu kommen.
GA: Und wie merke ich das?
Rond: Igel gehen in der Regel Ende Oktober in den Winterschlaf. Wenn man jetzt noch Igel auf Nahrungssuche herumlaufen sieht, vielleicht sogar noch tagsüber, dann kann es sein, dass das Tier noch nicht genug Winterspeck angesetzt hat. Wenn ein Igel Husten oder Schnupfen hat, dann hört man das. Kranke Tiere torkeln manchmal auch oder liegen auf der Seite.
GA: Wann ist ein Igel zu leicht?
Rond: Er sollte jetzt schon 600 Gramm haben.
GA: Sind in diesem Jahr viele Tiere krank?
Rond: Ja.
GA: Was glauben Sie, woran liegt das?
Rond: Ich weiß es nicht genau, aber im Juni gab es ja noch Nachtfröste. Der erste und der zweite Wurf hat es in diesem Jahr sehr schwer.
GA: Wenn ich einen Igel habe, was mache ich dann?
Rond: Man sollte einen großen Karton, der mindestens 60 Zentimeter lang und 20 Zentimeter breit ist, mit Papierschnipsel oder zerknüllter Zeitung auskleiden. Und in den Karton muss man einen zweiten Karton zum Schlafen stellen.
GA: Was füttert man?
Rond: Nasses Katzen- oder Hundefutter. Man kann dazu auch Obst wie Äpfel und Bananenscheiben geben und Wasser dazustellen.
GA: Auch wenn der Igel im Winterschlaf ist?
Rond: Nein, dann reicht Wasser.
GA: Was mache ich, wenn ich keine Zeit habe oder es mir nicht leisten kann, einen Igel durchzufüttern?
Rond: An uns wenden, die Grünen Hopser. Meine Nummer ist 04952/894358. Wir geben gerne Tipps, aber wir haben auch Patenfamilien, die Igel aufnehmen.

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05.11.2013
Westoverledingen wird wilder!

Renaturierung eines Naturteiches der Grünen Hopser ist ein Gewinner des deutschlandweiten WWF-Wettbewerbs. 50 Naturschutzprojekte in ganz Deutschland werden gefördert.

Berlin, 05. November 2013 - Die Gewinner des WWF-Jubiläumswettbewerbs "Wildes Deutschland" stehen fest: 50 lokale und regionale Naturschutzprojekte von Rügen bis Bayern werden in den nächsten zwei Jahren durch den WWF gefördert. Und eines dieser Projekte liegt in Westoverledingen (LANDKREIS Leer). Die Renaturierung eines Naturteiches der Grünen Hopser ist damit Teil einer bundesweiten WWF-Förderaktion, durch die Deutschland wieder ein Stückchen "wilder" wird. "Die Vielfalt der Ideen, durch die Deutschland wilder werden kann, hat mich begeistert. Es ist großartig, dass die Gewinner über das ganze Land verteilt sind und mit dem Projekt Renaturierung eines Naturteiches wird auch Westoverledingen teil eines riesigen Naturschutz-Mosaiks ", sagt Diana Pretzell, Leiterin Naturschutz in Deutschland beim WWF. Ein lokaler Naturteich mit einer Fläche von 300 qm, der in einen Naturlehrpfad integriert ist und regelmäßig von etwa 20-30 Schulklassen und Kindergartengruppen besucht wird, trocknet seit 2006 aus. Heiße und trockene Sommer haben in der Lehmabdichtung Risse verursacht. Mit dem Projekt soll der Teich wiederhergestellt werden. Auch heimische Fischarten, wie z.B. Moderlieschen, Stichlinge und Bitterlinge werden wieder im Teich angesiedelt. "Wir freuen uns sehr, dass die Jury des WWF-Wettbewerbs sich für unser Projekt entschieden hat und wir mit insgesamt 6000 Euro innerhalb der nächsten zwei Jahre gefördert werden" sagte Horst-Dieter Rond von den grünen Hopsern.
Hintergrund WWF-Wettbewerb "Wildes Deutschland"
Die Naturschutzorganisation WWF Deutschland hat in ihrem 50. Jubiläumsjahr einen bundesweiten Wettbewerb für 50 Naturschutzprojekte "vor der eigenen Haustür" ausgelobt. Mit bis zu 5.000,- Euro werden Maßnahmen zum Schutz von Gewässern, Wäldern und Küsten oder Aktionen zum Erhalt der Natur in der Stadt gefördert. Über die Vergabe der Gelder entschied eine zehnköpfige Jury. Sie wählte aus den 131 eingereichten Projektideen die 50 Gewinner aus. Als Kriterien galten dafür der naturschutzfachliche Wert, der Innovationsgrad sowie die umweltbildende, integrierende und öffentliche Wirksamkeit. Die Fachjury bestand aus Jan Berndorff (Chefredakteur natur), Eberhard Brandes (Vorstand WWF), Prof. Dr. Detlev Drenckhahn (Präsident WWF), Maurice Jurke & Alice Weiland (Vertreter der WWF Jugend-Community), Andreas Krug (BfN-Abteilungsleiter "Integrativer Naturschutz und nachhaltige Nutzung"), Rolf Lange (EDEKA-Geschäftsbereichsleiter), Dr. Diana Pretzell (WWF Leitung Naturschutz Deutschland), Dirk Steffens (Moderator, Journalist und WWF-Botschafter), Dr. Peter Wattendorf (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg). Der WWF dankt den Jurypartnern für ihr großes Engagement!
Hintergrund WWF Deutschland
Seit 50 Jahren ist der WWF auch in Deutschland aktiv. Ziel ist es, die Zerstörung der Natur und Umwelt zu stoppen, Artenvielfalt zu bewahren, Lebensräume zu schützen und eine Zukunft zu gestalten, in der Mensch und Natur in Einklang miteinander leben. Naturschutz fängt vor der Haustür an - daher fördert der WWF 50 lokale Projekte in Deutschland.
Kontakt:
Horst-Dieter Rond, (gruenehopser@gmx.de)
Pressekontakt WWF Deutschland: Roland Gramling, WWF Pressestelle, Tel. 030/311 777 425, roland.gramling@wwf.de

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10.10.2013 www.nabu-oldenburg.de
Libellen auf der Spur - Projek-Biotope
Im Herbst 2013 wurden bereits die ersten Biotope für Libellen im Rahmen des Projektes angelegt. die Maßnahmen sollen hier kurz vorgestellt werden.

Sanierung eines Libellengewässers in Ihren (Ostfriesland):
Die "Naturfreunde Grüne Hopser" e.V. unterhalten seit etlichen Jahren ein öffentlich zugängliches, liebevoll und naturnah gestaltetes Areal bei Ihren in Ostfriesland (südl. v. Leer). Hier wurde auch ein größerer Naturteich angelegt. Neben Amphibien und anderen Wasserlebewesen hat sich hier eine prächtige Sumpfvegetation mit Röhrichten entwickelt und bei der herbstlichen Begehung saßen auch gleich mehrere Pechlibellen an den Stängeln in der Sonne. Leider ist der Gewässergrund im Laufe der Jahre undicht geworden, so dass zunehmend Wasser verloren ging und letztendlich drohte, dass sich der Teich zu einer nur zeitweise feuchten Senke entwickelte. Deshalb wurden im Herbst 2013 alle Pflanzen sorgsam aus dem Gewässer entfernt und beiseite gelagert; mit entsprechendem Gerät wurde das Areal neu ausgeformt und mit einer schönen Flachwasserzone zu versehen. Nach Ausbringung eines Kokosgeflechtes mit Schutzflies und Tonauflage sowie einer Lage Sand als Erstsubstrat kann sich das Gewässer nun im Winter wieder mit Wasser füllen - die Pflanzen wurden natürlich zum großen Teil als "Neubegrünung" wieder eingesetzt. Die ganze, insgesamt sehr aufwändige Aktion wurde zum großen Teil durch die "Grünen Hopser" selbst, durch örtliche Sponsoren und aus Mitteln des NABU-Projektes "Libellen auf der Spur" gemeinsam getragen.

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04.10.2013 General-Anzeiger
Wenn ein Teich undicht wird und ausläuft - Von Robert Mohr

Wenn ein Teich undicht wird und ausläuft: "Die grünen Hopser" aus Westoverledingen dichten ihr Naturgewässer in Ihren ab. Das ist nötig geworden, weil die Lehmschicht am Grund im Sommer 2006 Risse bekommen hat. Dazu wird auch ein Vlies am Grund des Teiches ausgelegt.

Ihren - Es klingt irgendwie unmöglich, kann aber doch passieren: Auch ein Teich kann undicht werden und auslaufen. So ist es jedenfalls der Umweltgruppe "Die grünen Hopser" aus Westoverledingen passiert. Der Naturteich auf ihrem Gelände bei der Förderschule in Ihren hatte Löcher im Boden und war in den vergangenen Sommern immer wieder trockengefallen. Damit soll jetzt Schluss sein. Seit Wochenbeginn wird er "abgedichtet". "Wir dachten erst, dass das durch die Verdunstung kam", schildert Heinz-Dieter Rond, Vorsitzender der "Hopser", seine erste Vermutung über die Ursache. Aber eine Untersuchung 2011 habe gezeigt, dass nicht die Sonne das Wasser verdampfte, sondern Risse in der Lehmschicht am Teichgrund für den Schwund verantwortlich waren. Diese waren laut Rond im heißen Sommer 2006 entstanden. Da war der Teich komplett trockengefallen und der Lehm der Hitze ausgesetzt. Seitdem war der Pegel im Sommer immer gesunken. Die Schüler der Förderschule konnten laut Rond während der letzten fünf Jahre keine Unterrichtsversuche am Teich mehr machen. Jetzt wurde der Teich, nachdem zuvor alle in ihm lebenden Tiere entnommen wurden, leergepumpt. Gut 80 Tonnen Sand wurden ausgebaggert und das Ufer neu modelliert, bevor bald eine Lage Ton auf den Grund gelegt wird. "Der quillt auf und dichtet den Teich ab", sagt Dennis Peters von der ausführenden Firma Borchers aus Sögel. In der nächsten Woche sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Möglicherweise im nächsten Frühjahr soll der Teich wieder ganz natürlich aussehen, so Rond. Die Kosten bezifferte er auf 25000 Euro.

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23.08.2013 General-Anzeiger
Grüne Hopser brachten wieder Korken auf den Weg - Von Elke Wieking

Die Westoverledinger sammeln den Rohstoff, der wiederverwertet wird. Der Sponsor für die Fahrt nach Delmenhorst war die Spedition van Mark aus Rhauderfehn.

Westoverledingen - Bereits zum 24. Mal konnte die Naturschutzgruppe "Die grünen Hopser“ aus Westoverledingen einen Korkentransport auf den Weg bringen. Seit 1998 sammelt die Gruppe in Ostfriesland und dem angrenzenden Emsland Korken von Wein- und Sektflaschen. Das dann in aufwendiger Handarbeit sortierte Material wird in einer Korkfabrik gemahlen und für die Herstellung von Linoleumböden verwendet. 1160 Kilo Korken wurden diesmal dem Recycling bei der Firma DLW Armstrong in Delmenhorst zugeführt. Der Erlös der Aktion (50 Cent pro Kilo Korkmaterial) wird komplett der Stiftung “Europäisches Naturerbe“ gespendet. “Von dem Geld werden Grundstücke in Spanien und Portugal aufgekauft, auf denen Korkeichen angepflanzt, gepflegt und regelmäßig geschält werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen Hopser: “Durch die Schälung des unteren Drittels der Baumrinde, in der Regel alle sieben Jahre, können der Raubabbau und das Absterben der Bäume verhindert werden. Außerdem wird auf diese Weise die Lebensgrundlage der dort lebenden, meist sehr armen Bauern erhalten.“ Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt bei dieser Korkensammelaktion sei, dass wertvoller Rohstoff nicht zur thermischen Verbrennung gelange oder zur Erhöhung der Müllberge beitrage. Damit die gesammelten Korken dem Recycling-Kreislauf überhaupt zugeführt werden können, brauchen die Grünen Hopser jedes Mal Unterstützung. Die kam in diesem Jahr von der Spedition van Mark aus Rhauderfehn. Der kostenlose Transport war schnell organisiert und ging reibungslos über die Bühne. Die Grünen Hopser danken der Spedition van Mark für die freundliche Unterstützung. Auch der Gemeinde Westoverledingen wird ein Dankeschön ausgesprochen. Die gesammelten Korken dürfen freundlicherweise auf dem Bauhof zwischengelagert werden und auch bei der Verladung der Korken gab es tatkräftige Unterstützung. Die Naturfreunde “Die grünen Hopser“ werden ihre Sammelaktion fortsetzen. Dafür sind sie auch auf kleinste Mengen Naturkork aus Privathaushalten angewiesen. Diese können in die bereitgestellten Behälter an verschiedenen Sammelstellen gegeben werden. Wer mehr über “Die grünen Hopser“ oder die Sammelstellen erfahren möchte, kann sich bei Horst-Dieter Rond unter 04952/894358 oder im Internet unter www.gruene-hopser.de informieren.

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13.07.2013 General-Anzeiger
Grüne Hopser hoffen auf einen Zuschuss - Von Elke Wieking

Umwelt Der Teich am Naturlehrpfad in Ihren hat kaum noch Wasser und muss gereinigt werden

Westoverledingen - “Hinnis Naturlehrpfad“ heißt ein Gelände, das am Ostfriesland-Wanderweg in Ihren liegt. Die Grünen Hopser pflegen dort auf einem rund 6600 Quadratmeter großen Gelände ein Biotop mit Bienenzucht, einem Insektenhotel, Vogelnistkästen, einem Garten für die benachbarte Förderschule und vielem mehr. Dort haben sich inzwischen viele Tiere und Pflanzen angesiedelt. Der Teich führt aber kaum noch Wasser und muss neu angelegt werden, sagen Bernd Lindenberg (links), der stellvertretende Vorsitzende des Vereins, und der Vorsitzende, Horst-Dieter Rond. Der Vorsitzende des Vereins, Horst-Dieter Rond, und sein Stellvertreter, Bernd Lindenberg, erklären das Problem.
GA: Die Umweltgruppe Grüne Hopser Westoverledingen hat in Ihren einen Naturlehrpfad auf einem rund 6600 Quadratmetern großen Gelände angelegt und hegt und pflegt ihn. Aber was ist denn mit dem Teich passiert?
Horst-Dieter Rond: Der Teich hat kaum noch Wasser.
GA: Und wie kommt dass ?
Bernd Lindenberg: Das passiert immer, wenn es ein paar Tage sehr warm ist. In dem Lehmboden sind feine Haarrisse. So verschwindet das Wasser.
GA: War das schon immer so?
Rond: Nein. Wir haben 1998 den Naturlehrpfad in Ihren angelegt und 1999 den Teich. Anfangs war alles in Ordnung. Der Teich hatte immer Wasser. Lindenberg: Aber dann hatten wir mal einen sehr heißen Sommer, ich weiß nicht mehr, wann das genau war. Der Teich ist völlig ausgetrocknet, und es bildeten sich feine Haarrisse im Lehmboden. Seitdem führt der Teich im Sommer kaum noch Wasser. Im Winter ist er dagegen voll.
GA: Gibt es denn keinen natürlichen Zulauf?
Rond: Nein. Und wir nehmen an, dass der Grundwasserspiegel in Westoverledingen auch über die Jahre gesunken ist.
GA: Und was wollen Sie nun machen?
Rond: Wir wollen den Teich neu anlegen. Und er muss auch mal gesäubert werden. Das ist aber nicht billig, weil das eine Fachfirma machen muss. Lindenberg: Der Teich muss abgepumpt und ausgebaggert werden. Der Boden wird mit Kokosmatten ausgelegt, die mit Lehm verschmiert werden. Rond: Eine Plastikplane nehmen wir natürlich nicht.
GA: Und was kostet der Spaß?
Rond: Das wird 23 000 bis 24 000 Euro kosten.
GA: Wie will Ihre Umweltgruppe das denn finanzieren?
Rond: Wir verkaufen Lose, wie zum Beispiel im Juni auf dem Ihrhover Bottermarkt und nehmen so Geld ein. Wir haben auch Sponsoren, und wir haben mehrere Auszeichnungen bekommen (zum Beispiel den Niedersachsenpreis für Bürgerengagement, Anmerk. der Red.) und Geld bekommen.
GA: Wie viel Geld haben Sie jetzt zusammen?
Rond: Wir haben 16 000 bis 17 000 Euro zusammen.
GA: Woher soll der Rest kommen?
Rond: Wir hoffen, dass wir einen Zuschuss von der Gemeinde Westoverledingen bekommen. Wir haben dort einen Antrag auf rund 7000 Euro gestellt. Der muss natürlich noch beraten und genehmigt werden.
Die Umweltgruppe Grüne Hopser in Westoverledingen wurde 1995 gegründet. Derzeit hat sie 15 Mitglieder. Wer noch mitmachen will, kann sich beim Vorsitzenden Horst-Dieter Rond, 04952/89 43 58, oder bei Bernd Lindenberg, 04952/80 97 80, melden.

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21.03.2013 General-Anzeiger
Großwolderfeld: Krötenzäune aufgestellt

Großwolderfeld - Trotz kalter Temperaturen ging es jetzt für Horst-Dieter Rond (links) von den “Grünen Hopsern“ sowie für die beiden Bundesfreiwilligendienstler Renke de Vries (rechts) und Timo Frerichs vom Landkreis Leer in den Kiefernweg in Großwolderfeld. Dort stellten sie an beiden Straßenseiten insgesamt rund 500 Meter Krötenzaun auf. “Die Kröten wandern aber erst, wenn es ungefähr 15 Grad hat“, erklärte Rond. Die Zäune habe man nur deshalb jetzt aufgestellt, weil de Vries und Frerichs gerade “Luft hatten“. Bild: privat

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15.12.2012 General-Anzeiger
Raiffeisenbank Flachsmeer spendet 21500 Euro an 32 Institutionen

Soziales Ausschüttungen aus dem Gewinnsparen an Kirchen, Vereine und Gruppen aus dem Overledingerland

Flachsmeer / EW - 21 567 Euro und neun Cent: So viel Geld verteilten Bankdirektor Theodor Lübbers und sein Vorstandskollege Christoph Hoek von der Raiffeisenbank Flachsmeer an 32 Institutionen. Das sind die Reinerträge aus dem Gewinnsparen der Volks- und Raiffeisenbanken. Sie werden jedes Jahr an soziale und gemeinnützige Einrichtungen verteilt. 32 Institutionen hatten sich um je eine Spende beworben. Folgende wurden am Donnerstag Flachsmeer bedacht: 500 Euro gab es für die “Maritima´s-Shanties und mehr-WOL“ für Westen, T-Shirts und Regenjacken, 500 Euro für den Friesenchor Flachsmeer (Westen), 500 Euro für den Chor “Eala Frya Fresena“ Ihren (Keyboard), 500 Euro für die Ortsgruppe des Sozial verbandes (SoVD) Flachsmeer (Beamer), 417,09 Euro für den SoVD Burlage (Drucker und Kopierer), 500 Euro für den SoVD Völlen, (Edelstahlgrill), 500 Euro für den Schützenverein Völlenerkönigsfehn (Druckluftbefüller fürs Jugendgewehr), 750 Euro für den Schützenverein Flachsmeer (Jugendgewehr), 200 Euro für die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Völlen, (Instrumente für Jugendband), 1500 Euro für die lutherische Christuskirchengemeinde Völlenerkönigsfehn (Bestuhlung Jugendgruppenraum), 1000 Euro für die reformierte Kirchengemeinde Großwolde (Instrument für Posaunenchor), 1000 Euro für den TSV Klostermoor (Ausstattung), 750 Euro für VfL Viktoria Flachsmeer (Tische, Stühle für Jugendraum), 750 Euro für FC Stern Völlenerfehn (Jugendfußball-Tore), 750 Euro für Spiel und Sport Steenfelde (Jugendfußball-Tore), 750 Euro für FC “Frisia“ Völlenerkönigsfehn (Ballfangzäune, Schutznetze), 750 Euro für den Förderverein des Schulzentrums Collhusen (Zubehör für Werkräume), 1000 Euro für den Förderverein der Grundschule Völlenerfehn (Smartboard), 500 Euro für den Förderverein Jugendpflege und Erwachsenenbildung (Ausstattung Freizeitheim), 1000 Euro für den Förderverein der Interessengemeinschaft zur Förderung von geistig- und lernbehinderten Kindern (Smartboard), 750 Euro für den Förderverein der Grundschule Ihren (Blockflöten, Notenständer), 500 Euro für den Freundeskreis “Kampf dem Alkoholmissbrauch“ (Fernseher), 450 Euro für die Kinderkrippe “Am Wäldchen“ (Schaumstoff-Steine), 500 Euro für den Heimatbund Burlage (Historisches Eingangstor Burlager Mühle), 1000 Euro für den Spielmannszug Flachsmeer (Instrument), 500 Euro für den Verein für Deutsche Schäferhunde (Rasenmäher), 750 Euro für den Sportfischerverein Westoverledingen (Motorsense, Zubehör), 500 Euro für den Rassegeflügel-Zuchtverein Papenburg (Material für Volieren), 750 Euro für “Herzkinder Ostfriesland“ (Computer, Drucker), 750 Euro für “Die grünen Hopser“ (Ausstattung für Naturlehrpfad), 500 Euro für “ProNaturWOL“ (Holzbänke, Tische) und 500 Euro für den Kinderbauernhof Swaavkenüst (Naturtast-Pfad).

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04.12.2012 General-Anzeiger
Verführerische Düfte

Tradition Weihnachtsmarkt beim Ihrhover Rathaus

Ihrhove/KJA - Wer am Sonntagnachmittag in Ihrhove auf der Suche nach Bekannten war, konnte sie am ehesten auf dem Platz beim Rathaus finden: Treffpunkt für viele Einwohner der Ortschaft am 1. Adventssonntag war, inzwischen zum 16. Mal, der Ihrhover Weihnachtsmarkt. Verführerische Düfte, die von süßen gebrannten Mandeln und anderem Naschwerk oder eher pikanten, aber ebenfalls leckeren Speckendicken ausgingen, zogen zwischen dem Feuerwehr- und dem Rathaus hin und her und erfüllten vollauf ihren Zweck, die Menschen auf den Weihnachtsmarkt zu locken. Dort warteten viele Buden auf die Besucher, in denen unter anderem eine große Auswahl an Artikeln für die Advents- und Weihnachtszeit angeboten wurde. Losverkäufer und -käufer versuchten ihr Glück, und örtliche Vereine und Organisationen wie zum Beispiel die Grünen Hopser nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Anliegen bei der Bevölkerung wieder in Erinnerung zu bringen.

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26.10.2012 General-Anzeiger
Igel beim Brenntag gefährdet

Ihren - Einen Igel hält Horst-Dieter Rond in der Hand. Der Vorsitzende des Umweltvereins “Grüne Hopser“ in Ihren (Westoverledingen) kümmert sich um diese Tiere. Weil am morgigen Sonnabend im Kreis Leer wieder ein Brenntag angesagt ist, richtet Rond einen Appell an alle Gartenbesitzer, die Strauch- und Gartenabfälle verbrennen wollen. Sie sollen die Abfallhaufen noch einmal umschichten, bevor sie sie entzünden. Denn gerade in diesem Jahr seien vor allem die Igel mit ihrem Nachwuchs sehr spät dran gewesen, so Rond. Deshalb gebe es derzeit viele Tiere, die noch sehr klein seien. Diese suchten sich bereits jetzt warme Plätze. Laubhaufen kämen ihnen da gerade recht. Überhaupt müssten in diesem Jahr viele Igel aufgepäppelt werden, weil sie noch nicht groß und schwer genug seien, um den Winter zu überstehen. Rond kümmert sich derzeit allein um sieben kleine Igel. Tipps, wie man die Tiere aufpäppelt und ihnen hilft, die kalte Jahreszeit zu überleben, gibt Rond unter der Nummer 04952/895358. Bild: Wieking

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25.10.2012 General-Anzeiger
Falsche Korken in der Tonne - Von Elke Wieking

Seit Jahren sammeln die Grünen Hopser in Westoverledingen das natürliche Material. Dieser klassische Stopfen steckt in vielen Flaschen. Ihn kann man wiederverwerten - nicht aber das Pendant aus Kunststoff. Dass nicht jeder Weintrinker den Unterschied bemerkt, stellt die Umweltschützer vor Probleme.

Oberledingerland - Man sieht es und man fühlt es: den Unterschied zwischen einem echten Korken, der aus der Rinde der Korkeiche gemacht ist, und seinem modernen Pendant, dem Stopfen aus Kunststoff. Mit dem Kunststoff-Verschluss haben jetzt die Grünen Hopser ihre liebe Not. Seit Jahren sammelt die Umweltgruppe aus dem Oberledingerland Korken, um sie an die Deutschen Linoleumwerke in Delmenhorst zu verkaufen. Dort wird das Naturmaterial für die Unterseite von Fußbodenbelägen wiederverwertet. In ganz Ostfriesland hat der kleine Verein Sammeltonnen aufgestellt und so in den vergangenen Jahren 22 Tonnen Korken gesammelt und verkauft. Doch seit einigen Jahren landen in den Sammeltonnen nicht mehr nur Naturkorken. Rund 40 Prozent ihrer Ausbeute bestehe schon aus Kunststoff hat der Vorsitzende Horst-Dieter Rond festgestellt. Den Naturschützern gehe es dabei gar nicht ums Geld, versichert Rond. Das Problem sei: Für die Kunststoff-Korken finde sich keine ebenbürtige Wiederverwendung. Rond hat schon in ganz Deutschland mehrere Recycling-Firmen angerufen und angeschrieben und ihnen die Korken angeboten. Aber: Niemand will sie haben. Selbst beim Abfallwirtschaftsbetrieb in Leer war man erstaunt, dass sich nichts finden lasse, so Rond. Entsorgt werden die Korken im Gelben Sack - und viel mehr lässt sich bisher auch nicht mit ihnen machen, weiß Rond. Nur: Das ist nicht im Sinne der Umweltgruppe. Sie sammelt Korken, um sie zu recyceln und nicht dem Abfallsack zu überlassen.

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21.06.2012 General Anzeiger
Viel Spiel und Spaß beim Ihrsker Wandertag

Nach einem Gottesdienst und der Wanderung durch den Ort lockten einige Aktionen sowie Stärkungen auf den Sportplatz.

Ihren - “Dörp up Stapp mit Spaoß för Jung un Old“, lautete das Motto des diesjährigen Ihrsker Wandertages. Die Organisatoren aus der Dorfgemeinschaft Ihren hatten sich alle Mühe gegeben, dem Motto gerecht zu werden. Alle früh aufgestandenen Ihrener lauschten unter freiem Himmel einem Gottesdienst, der von den beiden Kirchen aus Ihren und Ihrenerfeld gestaltet wurde. Der Posaunenchor der reformierten Kirchengemeinde wurde für seine musikalische Begleitung mit kräftigem Applaus belohnt. Bevor sich dann das “Ihrsker Dörp up Stapp“ machte, trug der Gesangverein zur Einstimmung noch zwei Sommerlieder vor, dann begann die Wanderung durch den Ort. Nach dem ersten Teilstück konnten sich die zahlreichen Wanderer auf dem Rastplatz “Bourmas Wald“ mit Getränken und selbstgebackenem Kuchen stärken. Die DRK-Gruppe und die Freiwillige Feuerwehr aus Ihren bewirtete die Wandergruppe hervorragend. Während den Erwachsenen dann ein kurzes Theaterstück vom Spölkring dargeboten wurde, lud die Umweltgruppe “Die grünen Hopser“ alle Kinder zu einer Führung auf “Hinnis Naturlehrpfad“ ein. Über den idyllischen Ostfrieslandwanderweg führte anschließend die Wanderung weiter zum Ziel, dem Sportplatz des SV Fresena Ihren. Bei mittlerweile strahlendem Sonnenschein wurde gegrillt, und die zahlreichen Aktionen der Dorfgemeinschaft sorgten für eine Menge “Spaoß för Jung un Old“. Der Kindergarten Kinnerhuus schminkte kunstvolle Kindergesichter, die Feuerwehr hatte nasse Spiele vorbereitet und der Sportverein bot unterschiedlichste Spiel- und Sportaktionen an. Zunächst wurde die neue Volleyballanlage eingeweiht, bei deren Eröffnungsspiel sich auch der Ihrener Ortsbürgermeister Heinz Wiemers von seiner sportlichen Seite zeigte. Anschließend hieß es, Mannschaften zu bilden für das Tauziehen. Das Team der Freiwilligen Feuerwehr unterlag dabei nur knapp dem Team von Fresena Ihren, was für Teams und Zuschauer gleichermaßen eine Menge Spaß brachte. Krönender Abschluss des Ihrsker Wandertages war das David-gegen-Goliath-Fußballspiel, bei dem eine Kindermannschaft gegen eine Erwachsenenmannschaft antrat. Am Ende hatten die Kinder mit einem verdienten 10:5-Sieg die Nase vorn. Der diesjährige Ihrsker Wandertag war - so waren sich viele Wanderer einig - eine wirklich gelungene Veranstaltung für die Dorfgemeinschaft.

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09.03.2012 Neue Zeitung
Entwicklung macht uns Sorgen - von Birger Herrmann aus Rhauderfehn

Zahlen bei Krötenwanderungen in Westoverledingen gehen stark zurück!

Westoverledingen - Bald ist es wieder soweit: Wenn die Temperaturen steigen, wandern in der Region wieder die Kröten. Und zur Sicherheit der hüpfenden Amphibien hat der Landkreis Leer hat in Westoverledingen gemeinsam mit der Umweltschutzgruppe “Grüne Hopser“ wieder Krötenzäune aufgestellt. Auf einer Länge von mehreren hundert Metern wurden entlang des Kiefern- und des Brombeerwegs Zäune installiert, um ein massenhaftes Krötensterben zu verhindern. “Gerade jetzt brauchen die Tiere ganz besonderen Schutz“, erklärt Horst-Dieter Rond, Gründer und Vorsitzender der Grünen Hopser. “Seit Jahren nimmt die Zahl der Kröten, die wir während der Wanderzeit einsammeln immer weiter ab. Waren wir vor sechs Jahren noch bei rund 600 Kröten, sind es im letzten Jahr nur noch knapp 200 gewesen“, so Rond. “Dafür kann unter anderem auch das Düngen mit giftigen Mitteln verantwortlich sein,“ verrät Rond und weißt gleichzeitig auf ökologische Alternativen hin.

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06.01.2012 General-Anzeiger
5000 Euro für Gruppen und Vereine gespendet

Ihrhove- Die Filiale der Ostfriesischen Volksbank in Ihrhove hat 5000 Euro an regionale Vereine und Institutionen ausgeschüttet. Das Geld stammt aus den Reinerlösen des Gewinnsparens der Bank. Zahlreiche Vertreter von Vereinen, Kindergärten und anderen sozialen Einrichtungen freuten sich, ihren Teil der Spende entgegennehmen zu können. Von dem Geld profitieren unter anderem die historische Löschgruppe der Feuerwehr Ihrhove, das DRK Ihren, der VdK Folmhusen, die Volkstanzgruppe Westoverledingen, der Förderverein des Kindergartens Ihrhove, die Naturfreunde “Die grünen Hopser“, die Theatergruppe “De Dörpkrug-Spölers“ und das Haus Wo(h)ltat in Ihrhove. Beim Gewinnsparen kann jeder Volksbankkunde mit einem Einsatz von monatlich fünf Euro - ein Euro dient als Spieleinsatz für die Lotterie - an einem Gewinnspiel der Bank teilnehmen. Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass 25 Prozent des Gewinns als Reinertrag an gemeinnützige, kirchliche und mildtätige Zwecke verwendet werden müssen. Im gesamten Geschäftsgebiet der Ostfriesischen Volksbank von Greetsiel bis Haren waren das in diesem Jahr etwa 38000 Euro, die an insgesamt 63 Vereine und Institutionen verteilt wurden. Filialleiter Andreas Nolte freute sich über die 5000 Euro, die er im Namen der Bank und der Gewinnspargemeinschaft an die acht Westoverledinger Vereine und Institutionen verteilte.

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10.11.2011 General-Anzeiger
Umweltverein Grüne Hopser bekam Preis über 3000 Euro - Von Elke Wieking

Sieben von insgesamt 17 Mitglieder des kleinen Umweltvereins Grüne Hopser aus Westoverledingen nahmen in Hannover den mit 3000 Euro dotierten Preis “Unbezahlt und freiwillig“ entgegen: (von links) Horst-Dieter Rond, Margret Rülander, Luise Venekamp, Monika Lindenberg, Alexandra Schröder, Manfred Schacht und Bernd Lindenberg.

Westoverledingen - Für ehrenamtliche Arbeit ausgezeichnet. Der Mitglieder hatten schon 1998 in Ihren den Naturlehrpfad angelegt und pflegen ihn. Dafür bekamen sie den Preis.
Westoverledingen/Rhauderfehn - Der Umweltverein Grüne Hopser aus Westoverledingen hat den mit 3000 Euro dotierten Niedersachsenpreis bekommen. Sieben Mitglieder nahmen den Preis am vergangenen Sonnabend in Hannover in Empfang. Den Wettbewerb “Unbezahlbar und freiwillig“ hatten die niedersächsische Landesregierung, die VGH-Versicherungen und die niedersächsischen Sparkassen ausgelost. 357 Teilnehmer hatten sich mit ehrenamtlichen Projekten beworben - zum Schluss wurden zehn ausgesucht, die jeweils 3000 Euro bekamen. “Wir sind schon sehr stolz“, teilt der Vorsitzende der Grünen Hopser, Horst-Dieter Rond, dem GA mit. Die 3000 Euro sollen in die Sanierung des Naturteiches, der in Ihren angelegt worden ist, fließen, haben die Grünen Hopser beschlossen. Er war zusammen mit Bernd und Monika Lindenberg aus Ostrhauderfehn, Luise Venekamp und Manfred Schaft (beide aus Westoverledingen), Alexandra Schröder (Leer) und Margret Rülander aus Rhauderfehn zu der Preisverleihung nach Hannover gefahren. Die Preise verlieh Robert Pohlhausen, VGH-Vorstandschef. Aber auch der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister kam kurz zum Festakt.

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01.11.2011 Neue Zeitung Rhauderfehn
Grüner Hopser gewinnen Niedersachsenpreis / Ärger

Der Vorsitzende der “Grünen Hopser“, Horst-Dieter Rond (links), und sein künftiger Stellvertreter, Bernd Lindenberg, freuen sich über das Geld für ihren Naturlehrpfad.

Rhauderfehn - Noch wirkt er völlig unaufgeregt. Dabei fährt Horst-Dieter Rond am Samstag, 5. November, nach Hannover und trifft Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister. Der Vorsitzende der Westoverledinger Umwelt- und Naturschutzgruppe “Grüne Hopser“ nimmt dort vom Landesvater den “Niedersachsenpreis für Bürgerengagement“ entgegen. Unter dem Motto “unbezahlbar und freiwllig“ zeichnen das Land Niedersachsen und die VGH-Versicherung damit seit 2005 Bürger und Gruppen für ihr freiwilliges Engagement in den Bereichen Kultur, Sport, Kirche/religiöse Gemeinschaften, Umwelt und Soziales aus. Von insgesamt 359 Bewerber erhalten zehn einen Preis. Insgesamt vergibt der Wettbewerb Preisgelder von mehr als 32.000 Euro. Die “Grünen Hopser“ rechnen mit rund 3000 Euro. “Das bedeutet für uns einen großen Sprung auf dem Weg zu unserem nächsten Projekt“, sagt Vorsitzender Rond: “Wir wollen auf Hinnis Naturlehrpfad in Ihren den Teich sanieren. Eine Firma würde das Wasser mit Naturmatten abdichten. Kostenpunkt: 20.000 Euro.“ Für den Naturlehrpfad haben die Hopser den Preis schließlich bekommen. In die Freude über den Gewinn mischen sich bei Horst-Dieter Rond ärgerliche Erinnerungen. Vor etwa drei Jahren haben die “Grünen Hopser“ nämlich schon einmal ein Preisgeld über 15.000 Euro gewonnen. “Damals waren wir noch eine Untergruppe von Greenpeace“, erinnert Rond. “Greenpeace wollte Geld vom Gewinn einstreichen. Zum Glück hatten wir einen Vertrag, dass wir nichts abführen müssen.“ Es kam zum Zerwürfnis und die Abspaltung von Greenpeace. “Das Geld was wir jetzt gewinnen bleibt garantiert in Ihren in unserem Naturlehrpfad.“ Übrigens hat sogar schon das Fernsehen auf dem Naturschutzgelände gedreht.

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10.10.2011 General-Anzeiger
Vielfalt der Dorfgemeinschaft stellt sich dar - Von Astrid Fertig

Ihrenerfeld - Beim Buurnmarkt am Sonntag in Ihrenerfeld lebten alte Handwerkskünste wieder auf. Viele Anwohner waren auf der Wiese zwischen den Ständen unterwegs, um Bekannte zu treffen und etwas zu erleben. Ihrenerfeld - Zum Glück blieb es trocken am Sonntag beim Buurnmarkt in Ihrenerfeld, der traditionsgemäß hinter dem Landgasthof Gossling auf der grünen Wiese angesiedelt ist. So konnte das Publikum gemütlich zwischen den Flohmarktständen und den rund 40 Ausstellern umherschlendern. Man kennt sich und war erfreut, einander zu begegnen, etwas Interessantes zu sehen, vielleicht ein Schnäppchen zu machen und eine Bratwurst zu verzehren oder Waffeln mit Kaffee. Wem es nicht zu frisch war, der trank wohl auch schon mal ein Bier. Vor zwölf Jahren hatte der damalige Ortsbürgermeister Heinz Groen den Buurnmarkt ins Leben gerufen, weil er etwas für und mit der Dorfgemeinschaft tun wollte. Hans-Josef Gossling, genannt “Dickie“, Wirt des gleichnamigen Gasthauses, ist ebenfalls von Anfang an dabei und kümmert sich mit um die Organisation. Es ist eine bunte Mischung, die dort am Sonntag wieder aufgebaut wurde, die die Vielfalt des dörflichen Lebens präsentiert. Kindergarten und Grundschule stellten sich ebenso dar wie die beiden Kirchengemeinden am Ort. Die Schlepperfreunde Westoverledingen hatten eine beeindruckende Anzahl historischer Landmaschinen aufgebaut. Hans-Jürgen Winterbur und Jan Janßen droschen nach alter Manier Roggen aus. Die “grünen Hopser“ verkauften Lose für den Naturschutz. Man konnte Insektenhotels erstehen, Honigseife oder lebendige Gänse. Die bot Hermann Meyer aus Ihrhove an. Der Hobbyzüchter hatte auch weiße Zwergwidderkaninchen und Zwerghähne dabei. Wer sich für einen Weihnachtsbraten interessierte, griff bei den Gänsen zu. Die Kinder streichelten lieber die Kaninchen.

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22.07.2011 General-Anzeiger
Im Rollstuhl über den Naturlehrpfad - Von Elke Wieking

“Grüne Hopser“ haben in Ihren die Wege auf der Fläche behindertengerecht ausgebaut. Die Naturschutzgruppe besitzt ein mehr als 6600 Quadratmeter großes Grundstück mit vielen Pflanzen und Sehenswürdigkeiten.

Ihren - “Den Naturlehrpfad können wir gar nicht besuchen, der Weg ist total überwuchert“: Solche und ähnliche Klagen hörten die Mitglieder der “Grünen Hopser“ immer öfter. Vor allem ältere und behinderte Menschen, die eine Gehhilfe brauchen oder im Rollstuhl sitzen, beschwerten sich über die schmalen Wege in Ihren. Weil die Umweltschützer diesen Naturlehrpfad am Patersweg Nord in Ihren aber angelegt haben, damit die Öffentlichkeit das mehr als 6600 Quadratmeter große Grundstück besucht, haben die aktiven Mitglieder - unter ihnen vor allem Bernd Lindenberg - die Ärmel hochgekrempelt: Jetzt führen statt der schmalen, naturüberwucherten Pfade breite Wege über das Grundstück in Ihren. Mitglied Luise Venema hat inzwischen die Probe aufs Exempel gemacht: Sie besuchte mit ihren Eltern den Naturlehrpfad, und sowohl ihr Vater im Elektromobil als auch ihre Mutter, die im Rollstuhl sitzt, hatten keine Probleme auf den neuen Wegen. Allein 100 Tonnen Split haben die “Grünen Hopser“ auf den Wegen verteilt, um diese begeh- und befahrbar zu machen. Rund 3000 Euro kostete die Aktion. Um die Summe zusammenzubekommen, mussten die Mitglieder auf vielen Märkten mit Los- oder Sammelbüchsen klappern, sagt Horst-Dieter Rond, der Vorsitzende der “Grünen Hopser“. Die “Grünen Hopser“ sind die Jugendorganisation von Greenpeace. Im Oberledingerland wurde der Verein 1995 gegründet. Er hat 15 Mitglieder.Der Umweltorganisation gehört ein mehr als 6600 Quadratmeter großes Grundstück in Ihren, auf dem sie ab 1998 für insgesamt mehr als 25 000 Euro einen Naturlehrpfad anlegte. Er wurde 2004 eröffnet. Der Naturlehrpfad am Patersweg Nord in Ihren ist täglich von 7 bis 19 Uhr geöffnet. Besucher können die Schutzhütte auch für gemütliche Runden mieten. Bernd Lindenberg und der Vereinsvorsitzende Horst-Dieter Rond bieten auch Führungen an. Der Verein sucht noch Mitglieder. Weitere Informationen gibt es im Internet unter “Die Grünen Hopser“ sowie unter den Rufnummern 04952/89 43 58 oder 04952/80 97 80.

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20.07.2011 General-Aneiger
Schautafeln in Ihren kaputt gemacht

Ihren - Unbekannte haben am Sonntag oder am Montag, 17. oder 18.Juli, auf dem Lehrpfad am Patersweg Nord in Ihren randaliert. Dabei wurden Schautafeln kaputt gemacht, die in einer Schutzhütte hängen. Der Verein “Grüne Hopser“, dem der Lehrpfad gehört, hat Anzeige erstattet. Die Polizei teilte mit, dass sie einem konkreten Verdacht auf den oder die Täter nachgehe. Randalier hätten eine Woche zuvor schon einmal die Schautafeln zerstört, teilte die Naturschutzorganisation mit. Weil Unbekannte diese angekokelt hatten, mussten neue gebaut und aufgehängt werden.